CHRISTOPH MARTIN WIELAND

POSTERITY

WILL NOT HESITATE TO DISCLOSE

WHEN IT‘ S UNFORTUNALY

TOO LATE FOR HIM

TO MAKE USE OF IT.



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DER GOLDNE SPIEGEL

II. 7. S. 294 – 296
nicht übersetzter Text

Ein Staat könnte mit den besten Gesetzen, mit der besten Religion, bei dem blühendsten Zustande der Wissenschaft und der Künste, dennoch sehr übel bestellt sein, wenn der Gesetzgeber die Unwissenheit begangen hätte, einen einzigen Punkt zu übersehen, auf welchen in jedem gemeinen Wesen alles ankommt – die Erziehung der Jugend. Der Wohlstand eines Staates, die Glückseligkeit einer Nation hängt schlechterdings von der Güte der Sitten ab. Gesetzgebung, Religion, Polizei, Wissenschaft, Künste, können zwar zu Beförderungsmitteln und Schutzwehren der Sitten gemacht werden: aber sind erst die Sitten verdorben, so hören auch jene auf wohltätig zu sein. Die Erziehung allein ist die wahre Schöpferin der Sitten. Sie ist die erste, die wichtigste, die wesentlichste Angelegenheit des Staates. Alles übrige wird zu einem Spiel, wenn die öffentliche Erziehung ihre Vollkommenheit erreicht hat.


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