
CHRISTOPH MARTIN WIELAND

EVERYTHING
WE CAN KNOW,
WE ARE ALLOWED
TO KNOW.
_______________________
GESPRÄCHE UNTER VIER AUGEN
X. 31. S. 13 – 16
nicht übersetzter Text
Die Welt geht ihren Gang:“ Die Könige regieren, und die Richter sprechen das Recht.“
Aber wie?
Ich denke wie sie wollen, oder so gut sie können.
Mit beiden ist der Welt bisher nicht viel gedient gewesen.
Was willst du? Alles geht wie es kann, und so hoffe ich denn, das der große Zweck…
Verzeih, dass ich dir ins Wort falle. Der große Zweck der Menschheit kann doch wohl kein anderer sein, als dass das Menschengeschlecht, dem dieser Planet zu verwalten und zu benutzung gegeben ist, nur eine Familie ausmachen, die keinen anderen Regenten habe, als die allgemeine Vernunft, und so also zugleich die glückliste Republik wäre.
Ich kenne nur eine Republik. Die, von welcher du und ich Mitglieder sind, und unter allen Monarchien, Anarchien, (1)Tetrachien und Demokratien, ihren Gang so lange fortgehen wird, bis entweder die goldene Zeit gekommen sein wird, oder der allgemeine Brand dem ganzen bisherigen Unwesen ein Ende macht, und eine neue verglaste Schöpfung hervorbringen wird, über deren Beschaffenheit und Konstitution sich wohl für glasartige Menschen am besten schicken möchte , wir uns die Köpfe nicht zerbrechen wollen.
(1. Er deutet vermutlich mit diesem Wort auf eine Epoche, da vier große Mächte, vermöge des respektablen Rechts des Stärkeren, über die Welt im Kleinen, willkürlich zu disponieren anfing: eine Epoche, deren nähere Bestimmung die Chronologen unter sich ausmachen mögen.)
_____________________________